21. – 26. August 2017

Verfeinere Deinen kĂĽnstlerischen Prozess (und verabschiede Dich von vorgefertigten Klischees)

Jennifer Allen

In meiner 20-jährigen Erfahrung mit Künstlern konnte ich zwei Problemfälle feststellen, die Künstler nicht mehr weiterkommen lassen:
Sie wiederholen immer wieder das gleiche Werk, auch wenn es nach außen hin noch so anders aussieht. Sie suchen nach einer Ausdrucksmöglichkeit für eine Idee oder ein Konzept; es gelingt ihnen jedoch nicht, das passende Medium zu finden. Um diese Hindernisse zu überwinden, werden wir in diesem Workshop eine gemeinsame Analyse der Werke eines jeden Teilnehmers vornehmen. Auf eine Art ähnelt diese Methode einer psychologischen Analyse – jedoch nicht des Menschen, sondern nur seiner Arbeit. Eine richtige „Antwort“ gibt es nicht, jedoch bestehen immer wirkungsvollere Möglichkeiten, seine eigenen Ideen auszudrücken. Das Ziel soll sein, die einmaligen Besonderheiten im Werk eines jeden Teilnehmers aufzuspüren.

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Jennifer Allen veröffentlichte ihre erste Kunstkritik vor zwanzig Jahren in der in Montréal erscheinenden Zeitschrift Parachute. Ein DAAD-Stipendium führte sie 1995 nach Berlin, wo sie ihre Dissertation verfasste und die aufstrebende Kunstszene der Stadt zu verfolgen begann, die sie schließlich in mehreren Hundert Publikationen dokumentierte. Sie lehrte an zahlreichen europäischen Kunstakademien und war Kolumnistin für artforum.com (New York), frieze (London) und Mousse Magazine (Mailand). Jennifer Allen war Chefredakteurin von frieze d/e (Berlin) und erhielt 2009 den ADKV-Art Cologne Preis für Kunstkritik.