14.–19. August 2017

Zeichnung im Raum

Mona Jas

Zu zeichnen bedeutet, verschiedene Elemente und Ebenen miteinander zu verbinden: Mit Linien, Punkten, Strichen und Schraffuren auf Flächen können Gedanken, Gefühle und Konzepte übersetzt werden, Beobachtungen notiert, Abläufe konzipiert und Erlebnisse dokumentiert werden. Die Zeichnung verbindet hohe Abstraktion mit unmittelbarer Körperlichkeit.

In dem Kurs wird es darum gehen, diese Möglichkeiten selbst zu erproben und mit Beispielen zu reflektieren. Gemeinsam werden wir eine Erzählung im Kontext der Menschen und Architekturen der Nachbarschaft (Notunterkünfte, Denkmal, Gewerkschaft, Schulen, Wohnungen) entwickeln, die wir mit zeichnerischen Mitteln in einem Raum im Bauhaus Denkmal übersetzen und sichtbar machen werden. Die Zeichnungen werden als gemeinsames Werk mit digitalen Stiften ausgearbeitet, ausgeplottet und als temporäre Installation in diesem Raum angebracht.

Und so ist der Ablauf geplant: In der ersten Phase arbeiten wir uns in die Praxis und die Theorie der Zeichnung ein. Darauf folgt eine Recherchephase, in der wir Feldforschung in der näheren Umgebung durchführen. In der dritten Phase entwickeln wir zeichnerische Elemente. In der vierten Phase konzipieren wir daraus gemeinsam die Rauminstallation, die wir in der fünften Phase vor Ort umsetzen.

Interesse an und Erfahrung mit Zeichnung setze ich voraus.

Zeichnung im Raum – 14.8.-19.8. 2017

Preise zzgl. Versandkosten

Buchung:
Summe: 590,00 EUR

Die Einschreibegebühr in Höhe von 160,00 EUR wird mit dem Bestellvorgang fällig. Begleichung des Restbetrags bis zum 15. Juli 2017. Bei Buchung einer Unterkunft enthält die Gesamtsumme MwSt.

Ihr Stipendium wird im nächsten Bestellschritt verrechnet.

Die Künstlerin Mona Jas untersucht in transdisziplinären Langzeitprojekten künstlerische Dialoge in verschiedenen gesellschaftlichen Feldern und Konstellationen. Dabei geht es um zeitgenössische Kunst, visuelle Kultur, soziale Inklusion und künstlerische Forschung verbunden mit der Frage nach Gestaltung und Veränderung von Gesellschaft. Wahrnehmung durch Zeichnung, Sprache und Bewegung sind ihre Arbeitsgrundlagen. Die Ergebnisse werden in Installationen, Publikationen und Workshops präsentiert. Mona Jas ist Meisterschülerin der UdK Berlin und hatte ein Postgraduiertenstipendium des Berliner Senats. Es folgten u. a. Reisestipendien für Istanbul und mit dem DAAD für Montréal/New York sowie ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats. Sie erhielt das erste Stipendium für Kunstvermittlung der nGbK. Ihre Arbeiten waren u. a. zu sehen in UTOPICS, der 11. Schweizerischen Plastikausstellung in Biel/Bienne, in „Gleisdreieck Berlin 2012 – Kunst im öffentlichen Raum“, im Museion Bozen in Zusammenarbeit mit ES contamporary art gallery, im Süddeutschen Kunstverein, in der Ausstellung „Europa“ im Jahr 2016 im U-Bahnhof Bundestag Berlin, Linie 55 sowie im Brandenburger Kunstverein. Sie ist Honorarprofessorin der Weißensee Kunsthochschule Berlin, Mitglied der Faculty an education documenta 14 und leitet als Künstlerin die Mittlung der 10. Berlin Biennale.