14.–19. August 2017

Biomimetic Design und Bauhaus

Petra Gruber

„Biomimetics is the abstraction of good design from nature“ (Center of Biomimetics, UK)

Die Bionik ist ein strategischer Ansatz, Lösungen aus der Natur in einen technischen oder künstlerischen Kontext zu übertragen, und dabei Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung in Technik und Kunst neu zu interpretieren. Es geht dabei nicht nur um Form und Ästhetik, sondern vor allem um funktionelle Zusammenhänge, die zu Innovation führen sollen. Funktionelle Analogien sind die Basis der Übertragung, die in beide Richtungen, von der Lösung zur Anwendung, oder vom Problem zur Lösung stattfinden kann.
Die Verbindung zu traditionellen Handwerkstechniken ist dabei genauso von Interesse wie die Erforschung der Potenziale neuer Design- und Produktionstechnologien, die neue Formensprachen hervorbringen. Strategien wie Biomimicry integrieren Konzepte zum ökologischen und nachhaltigen Design. Interdisziplinarität und Zusammenarbeit von Einrichtungen der Grundlagenforschung und der Produktion sind Grundlage von Forschungs- und Entwicklungsprojekten, die über das Design von Prototypen letztendlich zur Markteinführung von neuen Produkten führen sollen.

Der Workshop „Biomimetic Design and Bauhaus“ experimentiert mit der Innovationsmethode der Bionik im Kontext der Bauhaus-Tradition. In einem Prozess der künstlerischen Forschung wird basierend auf ausgewählten Forschungsergebnissen aus der Biologie eine neue Formensprache für bestimmte Materialien und Strukturen entwickelt. Ziel des Workshops ist die experimentelle Entwicklung von Modellen und Prototypen mit traditionellen und neuen Produktionsmitteln.

Biomimetic Design und Bauhaus – 14.8.-19.8. 2017

Preise zzgl. Versandkosten

Buchung:
Summe: 590,00 EUR

Die Einschreibegebühr in Höhe von 160,00 EUR wird mit dem Bestellvorgang fällig. Begleichung des Restbetrags bis zum 15. Juli 2017. Bei Buchung einer Unterkunft enthält die Gesamtsumme MwSt.

UPDATE: Alle Stipendien fĂĽr diesen Kurs sind vergeben.

Dr. Petra Gruber ist Architektin mit einem starken Interesse an inter- und transdisziplinärem Design.
Neben ihrer professionellen Erfahrung als Architektin hat sie in Architekturbionik an der Technischen Universität Wien promoviert und war als Forscherin am Centre for Biomimetics an der Universität of Reading, UK, tätig. Sie hat Bionik in Energiesystemen an der Fachhochschule Kärnten in Villach, Österreich, unterrichtet und hält weltweit Vorlesungen und Workshops. Als Gastprofessoring für Architektur und Gebäudetechnik hat sie ein Master Programm in Advanced Architectural Design an der Addis Ababa University in Äthiopien etabliert.
Ihre Forschung reicht von Projekten für die Europäische Weltraumorganisation ESA, z. B. eine von Faltprinzipien aus der Natur informierte Mondbasis, bis hin zu künstlerischer Forschung über die Übersetzung von Wachstumsprinzipien aus der Natur in proto-architektonische räumliche Lösungen.
Dr. Gruber hält derzeit eine Professur an der Myers School of Art und dem Department of Biology für das Biomimicry Research and Innovation Center BRIC der University of Akron in den USA.