23.–28. Juli 2018

Beobachtungen und Antworten

Craig Barrow

Eine der Grundlagen des Designs ist es, die Welt zu beobachten und dann eine Frage zu formulieren. Diese Beobachtungen, Fragen und ihre Antworten können auf unterschiedlichste Art und Wiese erreicht werden.

Ziel dieses Kurses wird es sein, beobachtende und reflektierende Fähigkeiten aufzubauen und zu vertiefen. Die Auseinandersetzung mit Alltäglichem und die Beschäftigung mit Phänomenen aus Wissenschaft, Architektur oder Natur mündet in Überlegungen, wie diese in einem gestalterischen, architektonischen oder skulpturalen Kontext nutzbar gemacht werden können. Die Intentionen können vielseitig sein: Installationen, Skulpturen oder Modelle zu produzieren, Systeme zu stören oder diese nachzuahmen.

Durch die Erkundung der Umgebung des Bauhaus-Denkmals und die Beobachtungen auf der Makro- und Mikroebene reflektieren die Teilnehmer/-innen, was sie gesehen, gefühlt und erlebt haben. Wir betrachten und analysieren Texturen, Strukturen, chemische und physikalische Veränderungen, Zyklen, Muster, Zufälle, Interaktionen, Symbiosen und andere Beziehungen.

Der Kurs wird eine Vielzahl von handwerklichen, zeichnerischen und soziokulturellen Einheiten umfassen. Die Teilnehmer/-innen werden auf der Basis ihrer Beobachtungen Konzepte entwickeln und persönliche Antworten ableiten – entweder aus der Ganzheit des Erlebten heraus oder nur auf ein kleines Detail fokussiert.

Während des Kurses werden die Teilnehmer/-innen die gesammelten Beobachtungen notieren, reflektieren und die Ideen und Konzepte der Woche zu einem greifbaren Ergebnis oder Erlebnis vervollständigen.

Entwickelt für: Designer/-innen, Architekt/-innen, Künstler/-innen, Gestalter/-innen im Handwerk und jede/jeden die/der mit guten Beobachtungsfähigkeiten ausgestattet ist, ein Interesse daran hat, mit dem Kopf und den Händen zu arbeiten, den Wunsch verspürt, querzudenken und sich für dreidimensionale Materialforschung interessiert.

Kurssprache: Englisch

Bitte mitbringen: Kursmaterialien werden zur Verfügung gestellt, persönlicher Laptop und Kamera

Craig Barrow (geboren 1990, Nottingham, UK) sieht sich als Design-basierter Künstler und entwickelt Objekte, Systeme und Geräte. Er studierte an der University of Brighton und schloss sein Studium im Jahr 2012 ab. Seitdem sind seine Arbeiten inspiriert von wissenschaftlichen und natürlichen Phänomenen und Prozessen, die – teils manipuliert, teils reproduziert – die endgültige Form seiner Werke beeinflussen.

Er sieht Design als Antwort auf die Kuriositäten der Welt und ihre vielfältigen Beziehungen. Ein Großteil seiner Arbeiten dienen als Plattform zur Diskussion und dem besseren Verständnis alltäglicher Ereignisse. Seine zum Nachdenken anregenden Werke hinterfragen die Interaktionen, die wir mit der Welt teilen. Barrow geht in seiner Praxis gleichzeitig praktisch und analytisch vor. Materialverständnis und Experiment sowie wissenschaftliche und kulturelle Forschung sind die Schlüsselfaktoren in seiner Arbeitsweise.

Neben seiner praktischen Arbeit ist Barrow ein gefragter Design- und Produktionsberater, mit Kunden wie dem KĂĽnstler Oliver Laric oder den Designern Nelly Ben Hayoun und Peter Marigold und Projekten in der Secession, Wien; dem Z33, Hasselt; dem Victoria & Albert Museum, London, im Schinkelpavillon, Berlin, und in der Galerie Metro Pictures, New York.

Mehr Informationen: http://craigbarrow.co.uk